Thomas Nitsche

SIRI – erste Eindrücke

20. October 2011 | by Thomas Nitsche | 0 comments

Zusammen mit dem iPhone 4S hat Apple SIRI, die ‘Sprachassistentin’ fürs iPhone vorgestellt. Neben dem Hype und den ‘quasi’ komischen Blogbeiträgen, mein erster Eindruck:
 
(1) Um es vorweg zu nehmen, SIRI taugt nur begrenzt für die ‘Eingabe’ längerer Texte, soweit diese nicht umgangssprachlich formuliert sind – evt. nuschle ich zu stark?
 
(2) Umgekehrt funktioniert SIRI hervorragend im Alltagsgebrauch – z.B. kurz eine SMS an Maxim, meinen Sohn während der Schulzeit absetzen, daß er mich in der Pause zurückrufen solle.
Bei diesem Beispiel zeigt sich, daß SIRI deutlich mehr ist, als eine reine Spracherkennung – ob es sich deswegen schon um künstliche Intelligenz handelt, sei dahingestellt:
- Zuerst spricht man “Nachricht an Maxim” hinein -> Es wird eine neue iMessage (von iOS gerät zu iOS Gerät – besser als SMS, da kostenlos) erzeugt und Maxim wird mit seiner Telefonnummer sofort eingetragen … All das spart deutlich Zeit.
 

 
- Danach spricht man die Nachricht selbst ein “Rufe mich in der Pause an” … für mich als Langsam- und Schlecht-Tipper unschlagbar.
 
(3) Auch in unruhigen Umgebungen funktioniert SIRI hervorragend: Gestern Abend saß ich mit Oxana beim Essen, mitten in einem lauten Restaurant, es war 21:30 und wir hatten noch Lust ins Kino zu gehen (‘Margin Call’ mit Kevin Spacey, Demi Moore, Jeremy Irons, Paul Bettany (hervorragend) etc. … von der ersten (!) bis zur letzten (!) Minute spannend, hervorragende Kamera, leider ein mehr als aktuelles Thema, Spitzen Drehbuch, sensationelle Schauspieler -> anschauen). Wenn ich jetzt nach der Website der Kuchenreuther Kinos hätte suchen müssen … mit all meinen Vertippern – ich hätte es nicht getan.
 
Kurz “Kino Leopold” an/in SIRI hineingesprochen.
 

 
SIRI meinte dann, daß sie mich nicht verstände (braucht sie auch nicht) und ob sie im Internet danach suchen solle. Natürlich ja! (Anmerkung: Auf die in den USA bereits jetzt angebotene SIRI Lösung mit der sofortigen Integration von Location-Based Diensten etc. muß man hierzulande noch einige Monate warten) Nach 2 weiteren Klicks war ich beim Film und konnte sehen, daß er in einer Preview um 22:15 im Kino Münchner Freiheit lief … zur Kurzkritik siehe oben.
 
(4) Interessant die Reaktion von Dritten auf Siri: “Gibt es auf dem Blackberry schon lange” oder “Hat Google schon immer gehabt”. Wobei sich sofort die Frage stellt, warum es dort niemand verwendet – evt. weil es dort nur eine Technologie ist, ohne adäquate Integration in die Nutzungsabläufe? Dieses Beispiel demonstriert gut den Unterschied von Apple zum großen Rest der IT Industrie – wo auf der einen Seite nur Technologie und Specs bereitgestellt werden, bemüht sich Apple um Integration, einfache Bedienbarkeit / Funktionalität und um echten Nutzen (s.o.) für die Benutzer. Vielleicht ist doch etwas an ‘Think Different!’ dran?

Bundes-Trojaner auch auf dem Mac oder dem iPad?

19. October 2011 | by Thomas Nitsche | 0 comments

Nur ein Gedanke: Wem ist bis jetzt aufgefallen, daß die Bundes-Trojaner und ähnliches Unkraut sich immer über ‘irgendwas.exe‘ installieren. Was ist, wenn die Bösen einfach Macs verwenden? Schreibt man das nicht, weil man es nicht weiß, kann oder keine schlafenden Hunde wecken will? Und was ist, wenn die Bösen gar (per DRM) abgesicherte iPads verwenden? – Hinweis: In Apple’s App Store mit ‘Bundes Trojaner’ oder ‘DigiTask’ suchen.

DuckDuckGo: Endlich eine neue, bessere? Suchmaschine

14. October 2011 | by Thomas Nitsche | 0 comments

Immer wieder wurden in den letzten Jahren neue Suchmaschinen (Bing!, …) angekündigt, konnten sich aber kaum gegen Google durchsetzen. Wie man es dreht und wendet, der Grund lag und liegt im Wesentlichen in der Qualität begründet.
 
Umso mehr freut es mich (nachdem ich selbst auch eine Suchmaschine in den Jahren 2000 – 2009 entwickelt habe), daß es etwas neues gibt: DuckDuckGo von Gabriel Weinberg.
 

 
Was ist das besondere daran.
 
(1) Die Suchergebnisse sind gut und aus meiner Sicht in der Qualität mit Google vergleichbar. Um dies zu erreichen, routet DuckDuckGo Suchanfragen ggfs. an vertikale Suchmaschinen, also etwa an Wolfram Alpha oder an Wikipedia etc.
 
(2) Anders als Google, werden die Suchergebnisse nicht(!) auf den Suchenden zurechtgeschnitten. Auch mir ist das sehr spät aufgefallen, je nachdem wer (und differenziert nach Geräten … Cookie-bedingt) sucht, bekommt zugeschnittene Suchergebnisse. Google etwa filtert die Suchergebnisse in Bezug auf zuvor angeklickte Seiten etc. Die Folge ist ein Suchergebnis-System, welches sich bzw. den Suchenden immer mehr bestätigt. Das mag erfolgreich sein, in Ordnung oder von mir gewünscht ist es nicht.
 
(3) Um den Punkt (2) zu leisten, trackt Google das Klickverhalten. Und genau dies macht DuckDuckGo nicht. Meine Privacy wird also besser geschützt.
 
(4) Suchen können auf bestimmte Domains, etwa Amazon oder eBay, einfach(!) eingegrenzt werden, was wiederum die Qualität erhöht.
 
(5) Es gibt ‘schnelle’ Sofortantworten, die im oberen Bereich angezeigt werden.
 
(6) Bei der vorsichtig eingestreuten Werbung verfolgt DuckDuckGo das Ziel, nur ‘nicht-invasive’ Werbung, sprich ‘Kontext-relevante’, zu zeigen (Anmerkung: Genau dieses Ziel hatten wir bei Proximic auch verfolgt).
 
Unabhängig von all dem, finde ich sympathisch, daß die Suchmaschine lange Zeit im wesentlichen von einer Person, Gabriel Weinberg, initiiert und finanziert wurde. Um Fahrt aufzunehmen, hat Weinberg eine erste Finanzierungsrunde, etwa mit Union Square Ventures, durchgeführt, was wahrscheinlich der Skalierung sehr zu Gute kommt. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Gartners Einschätzung des Tablett Marktes über die Zeit

14. October 2011 | by Thomas Nitsche | 0 comments

Bei asymco gefunden:

 

Vergleich der Einschätzungen verschiedener Gartner Reports zum Tablett Markt über die Zeit:

… Note how the message changed over time. At first the effect was thought to be temporary (presumably due to “hype”). Three months later the “hype” was leading to “hesitation” in the channel. Three more months and there was “a hit” on Mini-notebooks but only for those needing a second or third device for “consumption”. In the fourth report it seems that “consumers” (vs. business users) are really interested in this. The fifth report suggests that the effect is “minimal”. The latest report suggests that this is a “localized effect”.

 

 

Wütende Piranhas bellen und quaken

14. October 2011 | by Thomas Nitsche | 0 comments

Im Spiegel gefunden:

Dabei stellte sich heraus, dass die Piranhas generell eher schweigsam sind.   …   Bei einer Konfrontation mit einem Artgenossen gaben die Fische eine Art Bellen von sich, um den Kontrahenten zu vertreiben. Kämpften sie um Futter oder kreisten einen Gegner ein, produzierten sie ein kurzes, trommelndes Geräusch. Schnappte ein Piranha nach einem anderen, erzeugte er dagegen einen weicheren, quakenden Laut mit den Kiefern.

Wenn man also das nächste Mal beim Baden in einem bayerischen Gebirgsbach ein trommelndes Geräusch hört, dann weiß man, daß das nichts Gutes bedeutet – bei Zweifeln im Artikel nach-hören.

Zum Tod von Steve Jobs

6. October 2011 | by Thomas Nitsche | 0 comments

Wie viele meiner Freunde wissen, bin ich ein ‘eingefleischter’ Apple Fan. Warum eigentlich? 1984 als der erste Macintosh herauskam, wollte ich den. Weil er schick war? Nein, sondern weil er endlich ein einfacher Computer war. Ohne die ganzen Kabel, mit einfach zu bedienenden Programmen und mit einem sehr kompakten und formschönen Äußeren. … und die Ergonomie – Macs sind leise bis geräuschlos. Für mich hat der Mac deshalb immer die Gegenwelt zur Windows-Mittelklasse auf der einen Seite und zu den selbstverliebten Nerds auf der anderen repräsentiert.

 

Mit dem Mac konnte ich mich auf das, was ich wollte, konzentrieren. Ich mußte mir nie Gedanken über komplexe Installationsroutinen oder das nächste ‘plattmachen’ meines Rechners machen. Bis heute habe ich niemals ein Systemscript oder ähnlich geschrieben – es bestand auch nie die Notwendigkeit.

 

Was waren die Meilensteine von Apple und Steve Jobs genau, die uns allen das Leben einfacher gemacht haben? Hier eine (unvollständige) Auflistung dessen, was Apple zuerst entwickelt, weiterentwickelt, angestoßen, propagiert und am Markt durchgesetzt hat:

 

Schönes Video in WIRED

 

 

All-In-One Computer – Der erste Macintosh und später der iMac. Beides waren Geräte, die ohne viel Kabel und fast ohne Lüfter auskamen und damit zumindest meinen Büro-Alltag entscheidend verbessert haben. Wer kennt noch die lauten Windowskisten unter dem Schreibtisch?

 

Maus / einfache Maus / einfache Bedienung – Natürlich kam das alles von Xerox Parc, hatte aber dort ein Nischen-Dasein gefristet. Apple hat es zum Standard gemacht.

 

USB – Darüber wurde zu Anfang nur gelacht.

 

AirPort (vulgo WLAN) – Das wissen die wenigsten noch, daß es Apple war, welches die Entwicklung vorangetrieben hat und es 1-2 Jahre vor dem Rest den Anwendern zur Verfügung stellte – Als ich das erste AirPort in unserer Wohnung installiert hatte, konnten die Wenigstens etwas mit ‘WLAN’ oder ‘WiFi’ anfangen.

 

iPod der MP3s rippen konnte – Ich weiß noch genau, wie ich irgendwann im Jahr 2000 einen CD Player kaufen wollte und auf dem Sony Stand auf der ceBit beschieden wurde, daß deren Geräte ‘natürlich’ keine MP3s abspielen würden, sondern nur deren eigenes DRM behaftetes Format – Nun ja, man sieht wo Sony und wo Apple jetzt stehen.

 

WebKit – Auch eine Entwicklung, die zwar nicht von Apple kam, aber von Apple wesentlich weiter entwickelt wurde, Open Source ist und wie selbstverständlich von Google und Co eingesetzt wird – nur hängen diese das wohlweislich nicht an die große Glocke.

 

iPhone mit Touch-Interface – Hier ist wenig dazu zu sagen. Instruktiv sind aber die Bilder über das Aussehen von Android vor und nach der iPhone Vorstellung oder die 1:1 Kopien von Samsung. … und da wundern sich noch manche über die ‘Geheimniskrämerei’ von Apple.

 

Daten-Flatrate – Zusammen mit dem iPhone hat Apple die ersten akzeptablen mobilen Daten-Flatrates durchgesetzt – im Sinn der Kunden und gegen die Carrier. Es wird leichthin vergessen, aber Apple war es, welches das mobile Internet in der uns bekannten und bequemen Form durchgesetzt hat. Hierzu der Spiegel: Seine beste Idee

 

App Store – Als jemand, der seinen Unterhalt mit Software verdient, weiß ich noch, wie es vor Apple war – in den 80er und 90er Jahren. Da haben wir auch schon Software gemacht. Alles wurde kopiert, Dongles (haben auch auf der Entwicklerseite Ärger gemacht) waren umständlich, der Vertrieb hat keinen Spaß gemacht (zumindest mir nicht) und am Schluß hat der Handel noch 40 – 80% Marge genommen und den Rest mußte man dann eintreiben. Frage: Wer weiß eigentlich, wieviel Amazon vor dem AppStore / BookStore von Verlagen und Autoren kassiert hat (70, 80 oder 90%)? Apple mit Steve Jobs war es, die das grundlegend und besser durchdacht geändert haben. Als Software Produzent bekommt man mit dem AppStore einen weltweiten Vertrieb, guten Schutz vor Raubkopien, das Geld zeitnah aufs Konto und zufriedene Kunden. Die müssen nämlich deutlich weniger für gute Software bezahlen (Faktor 10). Wer kennt (noch) die Preise für Microsoft Office auf dem PC und wer hat diese mit dem Preis von Pages oder Keynote auf dem iPad verglichen?

 

iPad – Wieder ein No-Brainer – Man vergleiche Tabletts vor und nach dem iPad.

 

Wenn jetzt manche noch fragen, worin genau die Leistung von Steve Jobs und Apple bestanden bzw. bestehen, so hilft ein Blick in die obige Liste, um nachdenklich zu werden. Und die besondere Leistung von Steve Jobs? Nun, er hat das Denken, welches zu den oben genannten Produkten geführt hat, tief in Apple eingepflanzt. Insofern gehe ich davon aus, daß Apple Apple bleibt.

ars technica: Apples SIRI Technologie

5. October 2011 | by Thomas Nitsche | 0 comments

Kurzbesprechung von Apples SIRI Technologie in ars technica:

… there’s one company that will suffer the most from the sharp decline in spontaneous iPhone information lookups: Google

Google recently stated during its testimony in front of the Senate Judiciary Committee that a whopping two-thirds of its mobile search traffic comes from iOS devices. If even half of those users eventually migrate over to Siri for the majority of their basic inquiries from their iPhones, Google’s mobile search business could find itself in flux.

Mal sehen, wie sich das entwickelt …

Apple’s 1987 Knowledge Navigator Video

5. October 2011 | by Thomas Nitsche | 0 comments

Im Zusammenhang mit der gestrigen Vorstellung des iPhone 4S und dem eigentlichen Highlight SIRI (intelligente Spracherkennung und intelligente, kontext-sensitive Steuerung des iPhone) hier ein wegweisendes Video von Apple aus dem Jahr 1987:

Einige Anmerkungen zu dem gestrigen Apple Event:

Wie üblich wird kaum verstanden, was passiert ist. So war es beim iPod, beim iPhone, beim Touch-Interface und natürlich beim iPad. Besonders sehenswert die ursprüngliche Reaktion von Steve Ballmer auf das iPhone. Bemerkenswert die Kommentare all derjenigen, die uns vorgemacht haben, wie man sich nicht ein, zweimal sondern immer wieder bei der Einschätzung der Apple-Innovationen irren kann (s.o.).

Unabhängig von der Verkennung der wirtschaftlichen Implikationen (siehe Apple Kurs) wurde und wird immer wieder das ‘Phänomen’ iPhone / iPad als etwas mißgedeutet, was lediglich dem Design oder dem Mode-Faktor geschuldet ist. Auf die Idee, daß der Erfolg von Apple im Wesentlichen auf Innovation und Software beruht, kommt anscheinend kaum jemand.

Meine Einschätzung: Unterstellt, daß die SIRI / NUANCE Spracherkennungskomponente wirklich funktioniert, wird dies eine der gewaltigsten Neuerungen der letzten Jahre im IT-Bereich sein.

Full Disclosure: Ich halte den größten Teil meiner Anlagen in Apple-Aktien und habe nicht vor, dies in nächster Zeit zu ändern.

[Update] Anmerkung von John Gruber | Darin Fireball zu einem gewissen Zach Epstein und den sogenannten ‘Experten’:

“But an interesting takeaway from yesterday’s announcement may simply be that Apple has fallen from grace in some respects. Apple is fallible, even if the 4S ends up being a success. A company that could do no wrong in recent history just, well, did wrong in the eyes of pundits who had previously viewed every Apple product announcement as a gift from the heavens.”

[... John Gruber:] So even if it’s a success, it’s a fall from grace? And since when does Apple care what the pundits think? And since when are new Apple products met with universal acclaim from the pundits? Remember the original iPad? Lots of pundits thought it was boring. The knock on the iPad 2 was that it wasn’t better enough to encourage existing iPad owners to upgrade. Etc.

Were yesterday’s hardware announcements spectacular? No. But Apple product announcements seldom are. The show me something new and shiny pundits have never understood Apple.

Finanzkrise in Europa: Nötig sind vier Schritte …

5. October 2011 | by Thomas Nitsche | 0 comments

Aus der Süddeutschen – Ein Kommentar von Claus Hulverscheidt

Nötig sind vier Schritte: Rigide Regeln für Banken, ein Schuldenschnitt für den größten Pleitestaat, saubere EU-Haushalte – und das Ende der Zockerspiele auf den Finanzmärkten.

Zum letzten Punkt möchte ich hinzufügen, daß eigentlich nichts gegen Zocken, “Geld mit Geld machen” oder etwa gegen das Hedgen von Währungsrisiken (als quasi Versicherung) spricht - vorausgesetzt es geschieht mit dem eigenen Geld.

Um es klar zusagen, nicht ‘eigenes’ Geld wären z.B. zweckentfremdete oder ‘quer-investierte’ Kundeneinlagen in Banken (-> “Eigenhandel”) oder gehebeltes Investitionskapital, wobei letzteres beim aktuell diskutierten Rettungsschirm immer mehr ins Gespräch kommt. – Weiß die Politik eigentlich, was sie hier tut oder wird für den eigenen Machterhalt alles in Kauf genommen?

Evernote für iPad, iPhone, Mac, Windows und Android

3. October 2011 | by Thomas Nitsche | 0 comments

Seit ca. 2 Wochen habe ich begonnen, alle meine Notizen, Projekte, ToDo-Listen mit Evernote zu organisieren. Evernote gibt es für alle ‘üblichen’ Plattformen angefangen vom Mac über iPad, iPhone, Windows bis zu Android. Bisher hatte ich das mit den Notizen in der Mail App gemacht, doch nachdem diese ärgerliche Aussetzer hatte (vulgo Fehler … sollte von Apple eigentlich schleunigst behoben werden) haben wir uns nach etwas anderem umgesehen.

Evernote stellt eine Plattform für mehrere Benutzer und Geräte zum Merken und Austauschen von Informationen aller Art (Bookmarks, PDFs, Notizen, ToDo-Listen, Screenshots, Bilder, Audio-Notizen, etc.) zur Verfügung. Kosten: Für einen Account (mehr braucht man nicht) für mehrere Nutzer 45$ / Jahr. Bei wenig Datenaufkommen ist der Account umsonst (einfach Ausprobieren).

Inzwischen teilt sich die ganze Familie immer mehr darüber mit. Bequem ist dies vor allem deswegen, da alles dauerhaft und strukturiert gespeichert bleibt und für jeden überall (iPhone, iPad) erreichbar ist. Auch unser neues Projekt (Feature-Listen, Bugreports / Bugtracking, Ideen, Planung etc.) läuft inzwischen komplett über Evernote.

Was mir gut gefällt

• Bis jetzt stabil und Backups können lokal ohne großen Aufwand gemacht werden (ich mißtraue jedem (!) Speichersystem)
• Sofortiger (oder zumindest zeitnaher) Update über alle Geräte, User und Plattformen hinweg
• Gute Strukturierungs-Möglichkeiten (Strukturierte Notizbücher, dazu orthogonale Kategorien, gute (!) Suchfunktion)

Verbesserungswürdig

• Die iPad / iPhone App läßt in der Funktionalität zu wünschen übrig (keine Listendarstellung, Umsortierung von Notizen etc.), eignet sich aber gut, um unterwegs Notizen einzustellen und durchzusehen.

Trojaner für Android

2. October 2011 | by Thomas Nitsche | 0 comments

heise online – Android-Trojaner per QR-Code lautet eine der aktuellen Nachrichten, oder auch hier: heise online – IBM-Sicherheitsreport: Mehr komplexe, mehr mobile und mehr zielgerichtete Angriffe

Das Gros der Malware gelangt heute überwiegend über App-Märkte von Drittanbietern in den Umlauf. Die Schadprogramme zielen hauptsächlich auf SMS-Premiumdienste, …

‘Früher’, als es noch um den Virus- / Wurm- / und Schadsoftwarevergleich zwischen der Mac- und Windows-Welt ging, wurde immer argumentiert, daß sich ja alle Schadsoftware auf Windows wegen dessen größeren Marktanteils konzentriere und das Mac OS nur deswegen so ‘scheinsicher’ sei.

Nachdem Apple iOS (iPad, iPhone, iPod Touch, iTV) aber einen deutlich größeren Marktanteil als Android hat (Google: 2/3rds of our mobile search comes from Apple’s iOS), müßte es entsprechend dieser Argumentation so sein, daß sich die Schadsoftware-Schreiber hauptsächlich auf iOS Geräte konzentrieren – Ist aber irgendwie nicht so. Warum eigentlich?

Eine Möglichkeit: Sind der Mac OS Kern (BSD Unix) oder das von Apple entwickelte iOS im Kern einfach sicherer und besser designed als etwa Windows oder Android?

Ahnungslose Parlamentarier

1. October 2011 | by Thomas Nitsche | 0 comments

Aus Ahnungslose Abgeordnete: Rettungsschirm? “Irgendwie teuer…” – Panorama  Zitate aus Spiegel Online: … Denn sie wussten nicht, worüber sie abstimmen …

Reporter: “Wie hoch ist denn der deutsche Anteil an den Kreditbürgschaften?”
Gabriele Fograscher, SPD-Abgeordnete: “Das kann ich Ihnen im Detail jetzt nicht sagen.”
Reporter: ”Ungefähr?
Fograscher: ”Milliarden?”

Immerhin. Aber dass es tatsächlich um die stolze Summe von 211 Milliarden Euro geht, weiß die Sozialdemokratin nicht. Auch Kathrin Vogler von der Linkspartei schüttelt mit dem Kopf: “Das hab’ ich jetzt nicht auf dem Schirm”, sagt sie. Auch die Größenordnung kann die Abgeordnete nicht nennen.

Doch die Wissenslücken beschränken sich nicht nur auf Oppositionsabgeordnete: Bei der Union sieht es ebenfalls düster aus. Albert Rupprecht von der CSU rät lächelnd drauflos: “250 Milliarden? 240? Okay?”

“Selbst bei der Frage nach den 211 Milliarden Euro lagen 40 bis 50 Prozent der befragten Abgeordneten falsch oder hatten gar keine Ahnung”, sagt die Redakteurin Tamara Anthony. Sie habe mit ihrem Kollegen Johannes Edelhoff 25 Politiker aus allen Fraktionen befragt. Und dabei sei es bei der schlichten Haftungssumme noch nicht einmal am schlimmsten gewesen: “Bei den anderen Fragen war das Bild noch trostloser.”

… aber was erwartet man auch von diesem Parlament voller Staatsdiener?

Ein Vorschlag: Neben den vielen Diensten des Parlaments, die unseren Abgeordneten zur Verfügung stehen (z.B. v. Guttenberg wußte diese gutt zu nutzen), könnte man Kurse zu den Themen “Gesetze lesen – for Dummies” oder “Wichtige und unwichtige Gesetze – wie finde ich den Unterschied” etc. anbieten.

Anmerkungen:

(1) Etwas ähnliches wurde kurz nach Beginn des Irakkrieges von der New-York-Times veranstaltet, die US Kongressabgeordnete nach dem Unterschied von Schiiten und Sunniten oder der Lage des Iraks gefragt hatte und ähnliche Antworten basiert auf der gleichen strukturellen Ahnungslosigkeit bekommen hatte.

(2) Eine etwas andere Geschichte findet sich in der Autobiographie von Bertrand Russel, der beschreibt, wie er als 6-jähriger spät nachts in das Tagungszimmer seines Großvaters, des damaligen Britischen Premierministers, kam und eine Kabinettssitzung beobachtete. Es wurde gerade über den Krimkrieg abgestimmt – was interessant an der Geschichte ist, daß Bertrand Russel sich erinnert, daß bei der entscheidenden Abstimmung mehr als die Hälfte der Minister schlief.

(3) Eine erhellende Abhandlung zum Thema kann man auch bei Hans Magnus Enzensberger “Politische Brosamen” gleich in der ersten Geschichte “Das Ende der Konsequenz” lesen.

Insekt frisst Frosch

27. September 2011 | by Thomas Nitsche | 0 comments

Natur: Fast wie im richtigen Horrorfilm. Evolution: Insekt frisst Frosch | Wissen | ZEIT ONLINE

 

Der Versuch des Frosches, sich die Larve mithilfe seiner hervorschnellenden Zunge einzuverleiben, scheiterte meist. Stattdessen nutzte die Käferlarve diesen Moment, um auf den Körper des Frosches zu springen und sich dort festzubeißen. Aufgrund ihrer mit doppelten Haken versehenen Mundwerkzeuge ließ sie sich nicht mehr abschütteln – und begann, Körperflüssigkeit ihres Opfers aufzusaugen.

In der Wahl ihrer Beute waren beide Larvenarten nicht wählerisch, sondern griffen jede der angebotenen Amphibien an. Nur wenige Male kam es vor, dass der Frosch die Larve verschluckte, um sie meist sofort wieder auszuspucken. In einem der insgesamt 382 Versuche würgte der Frosch die Larve erst nach zwei Stunden wieder hervor. Auch in diesen Fällen fielen die unversehrten Larven anschließend über die Amphibien her.

Google’s Business Model: YOU Are the Product

26. September 2011 | by Thomas Nitsche | 0 comments

Interessanter Artikel in Datamation von Mike Elgan über John Grubers Daring Fireball - Google’s Product

Google makes billions of dollars in revenue each fiscal quarter. That money comes about by the same process that all companies use: They sell a product to their customers. Their customers pay money for that product.


Who’s Google’s customer? You? Really? When’s the last time you paid Google for anything?


Advertisers are Google’s customer. What do they sell to advertisers? They sell you. Or, at least, they rent you out, or provide access to you.

Facebook? Log Out! … eventuell reicht das aber nicht :-(

26. September 2011 | by Thomas Nitsche | 0 comments

Vor 2 Tagen hat Dave Winer (… hat z.B. RSS entwickelt) einen interessanten Artikel zum Thema Facebook / Timeline etc. geschrieben (Scripting News: Facebook is scaring me)

This time, however, they’re doing something that I think is really scary, and virus-like. The kind of behavior deserves a bad name, like phishing, or spam, or cyber-stalking.

And, until Facebook owns the browser we use, there is a simple way to opt-out, and I’ve done it myself. Log out of Facebook. And if Facebook had a shred of honor they would make their cookie expire, right now, for everyone, and require a re-log-in, and a preference choice to stay permanently logged-in.

Weitere technische Informationen dazu Nik Cubrilovic Blog – Logging out of Facebook is not enough

Even if you are logged out, Facebook still knows and can track every page you visit

… “Every Page” sei all denen gesagt, die sich bei Facebook (sorglos?) tummeln.

Korrektur: Statt alle sind nur die Sites betroffen, die Facebook integriert haben.

 

Google: 2/3rds of our mobile search comes from Apple’s iOS (9to5Mac)

26. September 2011 | by Thomas Nitsche | 0 comments

Dort, wo man die Wahrheit sagen muß (US Senat Hearing, unter Eid!) kommen die wirklichen Zahlen auf den Tisch (Google: 2/3rds of our mobile search comes from Apple’s iOS | 9to5Mac)

 

 

 

 

But as part of the testimony, Creighton said briefly (before she was cut off) that 2/3rds of mobile search comes from Apple iOS devices. That’s pretty interesting considering the share of Android devices in the market. But not altogether surprising considering the web browser market sharewhich includes those millions and millions of iPads.

Zite: Ein neues, schnelles, hochqualitatives und lernendes iPad-Magazin

26. September 2011 | by Thomas Nitsche | 0 comments

Darauf habe ich schon länger gewartet – Endlich! Ein hochqualitatives (… wurde gerade von CNN gekauft) neues Magazin für das iPad Zite: Personalized Magazine for iPad - und es ist umsonst. Was ich neben der Möglichkeit, es mit meinen Wunsch-Kategorien zu konfigurieren, besonders spannend finde, ist das eingebaute Lernen. D.h. auf der Basis der bisher gelesenen Artikel stellt es seine zukünftigen Artikel zusammen.

Neben der einfachen und sehr übersichtlichen Navigation (ist nicht überall so) ist die ‘hohe Layout-Qualität’ bemerkenswert. Diese geht deutlich in die richtige Richtung, d.h. man wird nicht mit zuviel HTML5-Schnick-Schack überrollt. Wohltuend unterscheidet es sich von ‘neueren’ Magazinen wie der AD oder WIRED auf dem iPad, da es nicht den ganzen Inhalt (oft > 500 MB!) zu Beginn herunterlässt, sondern nur das, was man gerade lesen will. Insofern ähnelt es sehr der New York Times App. Der Nachteil, daß man entweder GSM oder ein WLAN in der Nähe haben muß, läßt sich ertragen. Fazit: Herunterladen!

Mein neuer Blog

22. September 2011 | by Thomas Nitsche | 0 comments

Nach ca. einem 3/4 Jahr Pause steht der neue Blog. Das Ganze läuft jetzt unter WordPress und wurde mir von Oxana eingerichtet. Danke!